WER IST WIR? Kurator Klaus Völker

Klaus Völker ist als dritter Kurator unterwegs um für die WOCHE JUNGER SCHAUSPIELER Stoffe und Stücke zu sichten, die im Bensheimer Theatermonat zu sehen sind.

Klaus Völker ist Dramaturg, Theaterhistoriker und Publizist. Er wurde in Frankfurt geboren und studierte dort wie in Berlin Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften und Philosophie. Noch während seines Studiums begann er Theaterkritiken und Buchbesprechungen zu schreiben, ebenso arbeitete er als Dramaturg, Schauspieler und Regisseur an Studentenbühnen in Frankfurt und Berlin.

Seit 1969 war Völker als Dramaturg für die Schauspielbühnen Zürich, Basel und Bremen und das Schillertheater Berlin tätig.

Von 1985-2002 leitete er den Stückemarkt des Berliner Theatertreffens, eine Plattform für neue Theaterliteratur. Außerdem war Klaus Völker von 1993-2005 Rektor der Schauspielschule Ernst-Busch in Berlin.

Zu seinen Übersetzungen vom Französischen ins Deutsche gehören u.a. Boris Vian, Alfred Jarry, Raymond Roussel.
Er veröffentlichte eine Vielzahl an Werken u.a. über Brecht, Wedekind und Kortner.

Von 2007 bis 2014 war er Juror für den Kurt-Hübner-Regiepreis, mit dem die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste zusammen mit der Stadt Bensheim junge Nachwuchsregisseure für herausragende Inszenierungen auszeichnet.

. Klaus Völker ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und im PEN-Zentrum Deutschland. Ebenso ist er Vorsitzender der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft und der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft, Berlin.

Gertud-Eysoldt-Ring-Verleihung

Hier kommen Klaus Völkers Antworten auf unsere drei Fragen übers Theater:

1) Theater ist für mich…
Ich antworte mit Brecht: „Ins Licht treten / Die Treffbaren, die Erfreubaren/ Die Änderbaren.

2) Schauspieler sind…
… die „Verkörperer“ der Sprache und dramatischen Ausdrucksformen des Stückeschreibers. Gedanke ist nichts, solange er nicht Körper geworden ist.

3) Wir brauchen künstlerische Formen mehr denn je, weil das wünschenswerte Wiederholen von Vorstellungen im Repertoire eines Theaters etwas Lebendiges bleiben soll, kein Museum von eingefrorenen Tönen und Gesten. Schauspieler sind keine simplen „Performer“, sie müssen die einmal erarbeiteten vielgestältigen Formen präzise und lebendig wiederholen, um immer neu eine Wirklichkeit sichtbar zu machen, die wunderbarerweise in Bewegung ist.

 

Beitrag: Marie Helene Anschütz
Foto: Deutsche Akademie der Darstellenden Künste

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